Aponeurotische Ptosis
Die mit Abstand häufigste Form. Die Sehne des Lidhebermuskels (Levatoraponeurose) dehnt sich oder löst sich mit den Jahren teilweise vom Lidknorpel ab. Der Muskel funktioniert – nur die Kraftübertragung nicht mehr vollständig.
Lidheberschwäche
Bei der echten Ptosis ist nicht die Haut das Problem, sondern der Lidhebermuskel beziehungsweise seine Sehne. Eine Hautstraffung würde hier nichts verbessern – korrigiert werden muss am Muskelansatz.
Ursachen
Eine Ptosis ist ein Symptom, keine Diagnose. Bevor operiert wird, muss geklärt sein, was dahintersteckt – manche Ursachen erfordern zuerst eine internistische oder neurologische Abklärung.
Die mit Abstand häufigste Form. Die Sehne des Lidhebermuskels (Levatoraponeurose) dehnt sich oder löst sich mit den Jahren teilweise vom Lidknorpel ab. Der Muskel funktioniert – nur die Kraftübertragung nicht mehr vollständig.
Der Lidhebermuskel ist von Geburt an fehlgebildet. Bei Kindern ist eine frühe Abklärung wichtig, weil ein dauerhaft verdecktes Auge die Sehentwicklung beeinträchtigen kann (Amblyopie).
Dazu zählen die Okulomotoriusparese, das Horner-Syndrom sowie Muskelerkrankungen. Eine Myasthenia gravis äußert sich typischerweise als wechselnde, im Tagesverlauf zunehmende Ptosis – hier steht die neurologische Abklärung eindeutig vor jeder Operation.
Ausgelöst durch Lidtumoren, ausgeprägte Schwellungen, Narben oder als Folge von Verletzungen und Augenoperationen – etwa nach längerem Tragen harter Kontaktlinsen, das die Aponeurose dehnen kann.
Diagnostik
Margin Reflex Distance 1 – der Abstand Lichtreflex zu Oberlidrand.
Der Bewegungsumfang des Oberlids.
Was vor jeder Ptosis-Operation zusätzlich geprüft wird.
Die Ptosis-Korrektur ist der anspruchsvollste Eingriff der Lidchirurgie, weil die Lidhöhe millimetergenau eingestellt werden muss – während Betäubung, Schwellung und Muskeltonus das Ergebnis während der Operation beeinflussen. Nachkorrekturen sind hier deutlich häufiger als bei der reinen Hautstraffung. Das gehört vor dem Eingriff gesagt, nicht danach.
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Häufige Fragen
Als Ptosis bezeichnet man ein Herabhängen des Oberlids, bei dem der Lidrand selbst zu tief steht und einen Teil der Pupille verdeckt. Die Lidspalte ist verengt, häufig seitenungleich.
Ursache ist meist eine altersbedingte Dehnung oder Ablösung der Levatoraponeurose – der Sehne des Lidhebermuskels. Seltener liegen angeborene Formen, neurologische Erkrankungen wie eine Myasthenia gravis oder ein Horner-Syndrom, mechanische Ursachen oder Folgen von Augenoperationen zugrunde. Deshalb steht am Anfang immer die Abklärung der Ursache, nicht die Operationsplanung.
Zwei Messwerte sind entscheidend. Der MRD1 beschreibt den Abstand zwischen dem Lichtreflex auf der Hornhaut und dem Oberlidrand; Werte unter etwa 2 Millimetern gelten als auffällig.
Die Levatorfunktion misst, um wie viele Millimeter sich das Oberlid zwischen maximalem Blick nach unten und nach oben bewegt – bei fixierter Braue, damit der Stirnmuskel das Ergebnis nicht verfälscht. Aus diesen beiden Werten ergibt sich, welches Verfahren infrage kommt.
Beim Schlupflid (Dermatochalasis) hängt überschüssige Haut über die Lidfalte, während der Lidrand selbst normal steht. Behandelt wird mit einer Oberlidstraffung.
Bei der Ptosis steht der Lidrand zu tief, weil der Hebemechanismus geschwächt ist. Eine reine Hautentfernung würde daran nichts ändern. Beide Befunde können gleichzeitig bestehen – dann werden sie in einer Sitzung gemeinsam korrigiert.
Eine ausgeprägte Ptosis mit relevanter Gesichtsfeldeinschränkung ist eine medizinische Indikation und damit grundsätzlich eine Heilbehandlung, keine ästhetische Maßnahme.
Für einen Antrag auf Kostenübernahme ist in der Regel ein augenfachärztlicher Befund mit Gesichtsfelduntersuchung und Fotodokumentation erforderlich. Die Entscheidung trifft im Einzelfall Ihr Versicherungsträger. Wir unterstützen Sie bei der Zusammenstellung der Unterlagen.
Die Ptosis-Korrektur ist technisch anspruchsvoller als eine Hautstraffung, weil die Lidhöhe millimetergenau eingestellt werden muss – und Schwellung, Betäubung und Muskeltonus das Ergebnis während der Operation beeinflussen.
Nachkorrekturen sind bei der Ptosis-Chirurgie deshalb häufiger als bei der reinen Blepharoplastik. Darauf wird vor dem Eingriff ausdrücklich hingewiesen – eine seriöse Aufklärung nennt das offen, statt es zu beschönigen.
Das ist die häufigste Frage – und genau dafür gibt es die Erstberatung. Am Ende steht eine klare Empfehlung, auch wenn sie „kein Eingriff“ lautet.