Augenlidstraffung Wien OA Dr. Leo Gmelch, MRBS

Untere Blepharoplastik

Unterlidstraffung in Wien — Tränensäcke schonend korrigieren

Tränensäcke sind selten ein Flüssigkeitsproblem, sondern meist vorgewölbtes Orbitafett. Moderne Technik entfernt dieses Fett nicht einfach, sondern verteilt es in die eingesunkene Tränenrinne um – für ein Ergebnis, das nicht hohl wirkt.

  • Alles inkludiert · ab € 3.200,–
  • Meist ohne sichtbare äußere Narbe
  • Fettumverteilung statt Fettentfernung
Themenbild Unterlidstraffung/Tränensäcke, Querformat 3:2 (ca. 1200×800).

Ursachen

Nicht jeder „Tränensack“ ist ein Fall für die Chirurgie

Drei sehr unterschiedliche Befunde sehen im Spiegel ähnlich aus – behandelt werden sie völlig verschieden. Eine Operation hilft nur bei einem davon.

Fettprolaps

Fettprolaps

Das eigentliche Operationsziel. Das Septum orbitale erschlafft, die natürlichen Fettpolster der Augenhöhle wölben sich vor. Typisch: konstant vorhanden, morgens wie abends, bei Blick nach oben deutlicher.

Behandlung: Unterlidstraffung

Eingesunkene Tränenrinne

Eingesunkene Tränenrinne

Nicht das Lid wölbt sich vor, sondern der Übergang zur Wange sinkt ein. Die entstehende Schattenlinie wirkt wie ein Ring. Hier kann eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure oder Eigenfett die bessere Wahl sein.

Behandlung: Volumenaufbau

Schwellung

Schwellung

Morgens ausgeprägt, im Tagesverlauf rückläufig, wechselnd stark. Dahinter stecken Allergien, Schlafmangel, Salzkonsum oder internistische Ursachen – etwa Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen.

Behandlung: Ursache abklären

Zugangswege

Von innen oder von außen — und warum das einen Unterschied macht

Transkonjunktival

Zugang über die Bindehautinnenseite – der Standard.

Vorteil
Keine sichtbare äußere Narbe. Der Lidrand und seine Aufhängung bleiben unberührt, wodurch das Risiko einer Lidfehlstellung deutlich sinkt.
Geeignet bei
Fettprolaps ohne wesentlichen Hautüberschuss – die häufigste Ausgangslage.

Subziliär

Feiner Schnitt knapp unterhalb der Wimpernreihe.

Vorteil
Erlaubt zusätzlich die Entfernung überschüssiger Haut.
Zu beachten
Der Zugang berührt die Lidaufhängung. Wird zu viel Haut entfernt oder das Lid vorher nicht stabilisiert, kann der Lidrand nach unten kippen. Deshalb: sparsame Resektion, im Zweifel mit Kanthopexie.

Ergänzende Kanthopexie

Stabilisierung des äußeren Lidwinkels.

Wann nötig
Wenn Snap-back- oder Distraktionstest eine zu geringe Lidspannung zeigen.
Warum
Ein bereits lockeres Unterlid verträgt keine zusätzliche Straffung von außen – ohne Stabilisierung droht ein Ektropium.

Zahlen aus der Fachliteratur

Eine systematische Übersichtsarbeit zur Unterlidblepharoplastik über 36 Studien gibt die Gesamtkomplikationsrate mit rund 14 Prozent an – ganz überwiegend leichte, vorübergehende Befunde wie Schwellung, sichtbarer Skleraspalt oder passagere Lidfehlstellung. Schwere Komplikationen mit Sehverlust oder Doppelbildern wurden in den ausgewerteten Arbeiten nicht berichtet. Zur Quelle

Kosten

Unterlidstraffung ab € 3.200,–

Was den Preis beeinflusst

  • Zusätzliche Hautstraffung über einen subziliären Zugang
  • Ergänzende laterale Kanthopexie
  • Kombination mit der Oberlidstraffung (ab € 4.500,–)

Kostenübernahme

Die Unterlidstraffung ist in aller Regel ein ästhetischer Eingriff und wird nicht von der Sozialversicherung übernommen. Anders bei Lidfehlstellungen mit Krankheitswert – siehe Entropium & Ektropium.

Alle Preise verstehen sich als Endpreise pro Behandlung.

Terminbuchung

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Häufige Fragen

Unterlidstraffung – die wichtigsten Fragen

Was kostet eine Unterlidstraffung in Wien?

Die Unterlidstraffung kostet ab € 3.200,–, inklusive Beratung, Aufklärung, Eingriff, Material und Nachkontrollen. Die kombinierte Ober- und Unterlidstraffung kostet ab € 4.500,–.

Der Preis steigt, wenn zusätzliche Schritte nötig sind – etwa eine laterale Kanthopexie zur Stabilisierung eines erschlafften Unterlids.

Warum wird das Fett umverteilt statt entfernt?

Die klassische Technik entfernte das vorgewölbte Fett. Das Problem: Mit den Jahren sinkt das Mittelgesicht weiter ab, und ein zu leer operiertes Unterlid wirkt eingefallen und älter – ein Ergebnis, das sich nur schwer korrigieren lässt.

Bei der Fettumverteilung wird derselbe Fettanteil stattdessen über den Knochenrand nach unten in die eingesunkene Tränenrinne verlagert. Die Stufe zwischen Lid und Wange wird geglättet, statt eine neue Vertiefung zu schaffen. Deshalb sind diese Ergebnisse erfahrungsgemäß besonders langlebig.

Bleibt bei der Unterlidstraffung eine Narbe zurück?

Beim transkonjunktivalen Zugang verläuft der Schnitt an der Innenseite des Lides über die Bindehaut. Von außen bleibt keinerlei Narbe sichtbar, und der Lidrand bleibt in seiner Position unangetastet – das senkt das Risiko einer Lidfehlstellung deutlich.

Nur bei zusätzlichem, deutlichem Hautüberschuss wird ergänzend ein feiner Schnitt direkt unterhalb der Wimpernreihe angelegt. Diese Narbe verblasst in der Regel gut.

Was ist eine Kanthopexie und wann ist sie nötig?

Die laterale Kanthopexie strafft und stabilisiert den äußeren Lidwinkel. Nötig ist sie, wenn das Unterlid vor dem Eingriff bereits zu locker ist.

Geprüft wird das mit zwei einfachen klinischen Tests: Beim Snap-back-Test wird das Lid nach unten gezogen und beobachtet, wie schnell es zurückschnellt; beim Distraktionstest, wie weit es sich vom Augapfel abheben lässt. Fällt einer der Tests auffällig aus und wird trotzdem nur Haut gestrafft, droht ein Ektropium – ein nach außen klaffendes Unterlid.

Helfen Tränensäcke auch ohne Operation?

Das hängt von der Ursache ab. Sind es Fettpolster, helfen weder Cremes noch Kühlpads dauerhaft. Handelt es sich um eine eingesunkene Tränenrinne ohne echte Vorwölbung, kann eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure oder Eigenfett eine Option sein.

Anhaltende Schwellungen hingegen – morgens stark, tagsüber rückläufig – sind kein chirurgisches Problem: Dahinter stecken oft Allergien, Schlafmangel, Salzkonsum, Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen. Diese gehören zuerst abgeklärt.

Welche Risiken sind für das Unterlid spezifisch?

Die wichtigste spezifische Komplikation ist die Lidfehlstellung: ein nach außen kippender Lidrand (Ektropium) oder ein zu tief stehendes Unterlid (Lidretraktion) mit sichtbarem weißem Streifen unter der Iris.

Eine systematische Übersichtsarbeit zur Unterlidblepharoplastik gibt die Gesamtkomplikationsrate mit rund 14 Prozent an – ganz überwiegend leichte, vorübergehende Befunde wie Schwellung; schwere Komplikationen mit Sehverlust wurden in den ausgewerteten Arbeiten nicht berichtet. Vorbeugend sind die präoperative Prüfung der Lidspannung und ein zurückhaltender Umgang mit Hautresektion entscheidend.

Unsicher, welcher Eingriff der richtige ist?

Das ist die häufigste Frage – und genau dafür gibt es die Erstberatung. Am Ende steht eine klare Empfehlung, auch wenn sie „kein Eingriff“ lautet.

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